Foto: Pax et Bonum® Matthias Gerschwitz


Pax et Bonum Verlag startet seine erste Krimireihe »Spreenebel« KRIMIS ENTLANG DES BLAUEN BANDES

»Wenn die Seele etwas spürt, was für sie und ihren Leib ungünstig ist, zieht sie das Herz, die Leber und die Gefäße zusammen. So bildet sich in der Herzgegend gleichsam ein Nebel und hüllt das Herz in Dunkel.«


Hildegard von Bingen (1098 - 1179), Äbtissin und Naturwissenschaftlerin

Fälschlicherweise wird Nebel zumeist britischen Kriminalromanen zugeschrieben, wohl eher aus meteorologischen Gründen. Und natürlich der Spannung halber – denn Nebel verschluckt das Sichtbare und eröffnet der Phantasie großen Raum. Aber nicht nur auf der britischen Insel ist das so; auch an den Gestaden der Spree kann sich Nebel ebenso schützend über ein Verbrechen legen wie er, sich langsam lichtend, den Blick letztlich doch auf Tat und Täter freigibt und auf diese Weise die unermüdliche Arbeit einer Mordkommission belohnt.

Die »Spreenebel«-Kriminalromane von Stephan Leenen zielen direkt auf die Seele des Lesers und sorgen mit ihren fiktiven, aber doch realitätsnahen Settings für jenes »ungute« Gefühl in der Magengegend, das es schwer macht, das Buch vor seinem Ende zur Seite zu legen. Geschickt versteht es der Autor, spannende Fälle mit aktuellen oder historischen Kontexten zu verweben und so Motiven, Beweggründen und Verhaltensweisen der Protagonisten einen realistischen Anspruch zu verleihen. Während der Leser in Leenens Geschichten eintaucht, kann er sich niemals sicher sein, ob er nun ein Buch oder eine tagesaktuelle Zeitung vor sich hat.

Die Fälle spielen entlang des blauen Bandes der Spree, die an drei Punkten im Oberlausitzer Bergland entspringt und fast 400 Kilometer lang die Bundesländer Sachsen, Brandenburg und Berlin durchmisst, bevor sie im westlichsten Bezirk der Hauptstadt, in Spandau, in die Havel einmündet. Die Internationalität des Flusses, die sich in den »Spreenebel«-Kriminalromanen widerspiegelt, zeigt sich auch durch den teilweisen Verlauf an der deutsch-tschechischen Grenze zwischen Neugersdorf und Ebersbach.

Bereits der erste Fall, »Blutroter Wahn«, führt das Ermittlerteam – KHK Ralf Ziether, KHK Britt Bredehorst und Piet Wieczorek, den Leiter der Kriminaltechnik – durch die ungewöhnliche Brutalität an seine Grenzen. Doch anstatt mit der Gewalt des Holzhammers spielt Stephan Leenen subtil mit dem Unterbewusstsein und sorgt auf diese Weise dafür, dass sich in der Brust ein Nebel bildet, der das Herz verdunkelt ...

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