Pax et Bonum Grüße zum Lesbisch-Schwulen Straßenfest und CSD 2016

Foto: © Pax et Bonum® - Matthias Gerschwitz

»Danke für nix«: Die queere Community setzt ein Zeichen

Mit einem radikal klingenden Motto rüstet sich Berlin zum Christopher Street Day: »Danke für nix« ist die Reaktion auf die allseitige Behinderung einer lange überfälligen Gleichstellung nicht-heterosexueller Menschen. Eheöffnung, Adoption für alle, Rehabilitierung der nach § 175 Verurteilten, Sicherheit für queere Geflüchtete? Fehlanzeige. Bauchgefühl, offene Ablehnung, Demonstrationen »besorgter Bürger« und religiösen Fundamentalisten stehen in Deutschland offenbar über dem Grundgesetz. »Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich«, heißt es in Artikel 3. Und doch sind sie es nicht – trotz höchstrichterlicher Entscheidungen, trotz immer wieder gehörter Versprechungen. Nichts ist passiert. Und dafür sagt die Community danke. »Danke für nix!« Doch – es ist etwas passiert: Das feige Attentat von Orlando hat gezeigt, wohin Hass führen kann – egal, wie er motiviert ist. Doch Hass bringt uns nicht weiter.

Die queere Community setzt dem Hass mit ihren Aktivitäten während der Pride-Week deutliche Zeichen entgegen: Beim Lesbisch-Schwulen Straßenfest am 16./17. Juli am Nollendorfplatz wird unabhängig von Geschlecht und sexueller Orientierung ausgelassen gefeiert. Und zum Höhepunkt der Pride-Week ziehen am Samstag, den 23. Juli zehntausende von Menschen anlässlich des »Christopher Street Day« vom Kurfürstendamm über den Nollendorfplatz und Siegessäule zum Brandenburger Tor – bunt, laut und manchmal auch ein wenig schrill. Denn es gibt noch viel zu tun. Packen wir’s an!

Der Pax et Bonum Verlag wünscht allen Teilnehmern und Besuchern schöne und vor allem erfolgreiche Veranstaltungen. Mögen sie von Frieden, Verständnis und wahrer Akzeptanz geprägt sein.