Pax et Bonum Martinszug und Laternenfest 2016

Foto: Pax et Bonum® - Matthias Gerschwitz

Ich geh mit meiner Laterne, und meine Laterne mit mir …
Wir wünschen allen kleinen und großen Laternengängern viel Freude bei einem hell leuchtenden St. Martins-Zug.

Martinszug und Laternenfest

(Berlin, 11. November 2016) Beim Martinsumzug am 11. November darf einer nicht fehlen: Jahr für Jahr stellt immer ein Reiter mit prachtvollem Mantel den Heiligen Martin dar. Denn ihm zu Ehren feiern wir das Martinsfest. Wer war dieser besondere Mann?

Eigentlich hieß er Martin von Tours und stammt aus dem Gebiet des heutigen Ungarn. Damals, zu Beginn des 4. Jahrhunderts v. Chr., gehörte das Gebiet zum römischen Reich, so dass Martin zum römischen Militär eingezogen wurde. Als 17-jähriger war er im heutigen Frankreich stationiert und traf eines Nachts auf einen Bettler, der keine Kleider am Leibe trug. Da Martin nichts außer einem Schwert und einem Mantel mit sich führte, was er dem Bettler hätte geben können, zerteilte er kurzerhand sein Gewand und schenkte die eine Hälfte dem frierenden, alten Mann. Mit dieser guten Tat brachte er – im übertragenen Sinne – Licht in die Dunkelheit der Armut. Das ist der Grund, weshalb er heilig gesprochen wurde. Er ist heute der Schutzpatron der Reisenden, der Armen und Bettler und im weitesten Sinne auch der Flüchtlinge und Gefangenen. Übrigens ist St. Martin einer der wenigen kirchlichen Feiertage, die nicht am Geburtstag, sondern am Todestag des Heiligen begangen werden.

Mit dem Martinsumzug sollen schon Kinder daran erinnert werden, dass Teilen und Helfen zutiefst menschliche Werte sind. Und mit ihren Laternen bringen sie das Licht der Nächstenliebe in die Welt. Auch wenn St. Martin ein durch und durch christliches Fest ist, so gilt die Botschaft doch für Menschen aller Religionen. Deshalb ist es schön, wenn auch Kinder anderer Religionen zu St. Martin das Licht der Nächstenliebe in die Welt tragen.