Am 9. April 2017- Palmsonntag. Jesu Einzug in Jerusalem

Foto: Pax et Bonum® - Matthias Gerschwitz

Pax et Bonum wünscht eine segensreiche Woche bis Ostern.


Palmsonntag – Ende und Anfang zugleich

Der Sonntag vor Ostern heißt in der Liturgie Palmsonntag und ist der letzte Sonntag der Fastenzeit und zugleich der Beginn der Heiligen Woche, die auch unter dem Namen Karwoche bekannt ist, denn an ihrem Ende stehen Karfreitag und Karsamstag.

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Am Palmsonntag gedenken die Christen des Einzugs von Jesus in Jerusalem auf einem Esel. Um sein Kommen zu würdigen, streute die Menschenmenge Palmzweige, denn in vielen Regionen galten Palmen als heilig. Sie waren ein Symbol für Unabhängigkeit und ein Sinnbild für das Leben sowie den Sieg. Dieser Auftritt war für die in Jerusalem herrschenden Römer eine Provokation, denn das jüdische Volk begrüßte Jesus mit »Hosianna«-Rufen als neuen Messias. Ebenso symbolträchtig war der Esel. Er stand für Bescheidenheit und Gewaltlosigkeit. Was daraus wurde, wissen wir: Nicht lange danach wurde Jesus von Judas verraten, von der johlenden Menschenmenge, die ihn gerade noch begeistert empfangen hatte, in die Hände der römischen Justiz überstellt, von Pontius Pilatus – auch wenn er seine Hände in Unschuld wusch – verurteilt, und schließlich gekreuzigt.

Palmsonntag bzw. die Geschichte des Einzugs in Jerusalem ist auch in der Kunst ein häufiges Motiv, oft dargestellt wie der Triumphzug römischer Kaiser nach gewonnener Schlacht. Immer reitet Jesus auf einem Esel – in byzantinischen Darstellungen sitzt er, der orientalischen Sitte entsprechend, seitlich auf dem Grautier, in der abendländischen Kunst dagegen rittlings. Die frühesten erhaltenen, aus Holz geschnitzten Bildwerke sind um 1300 entstanden, die meisten stammen aus dem 15. Jahrhundert.

Zu Palmsonntag haben sich verschiedene Bräuche etabliert, in der römisch-katholischen Kirche steht die Palmweihe im Mittelpunkt. Dabei werden echte Palmwedel, Palmbuschen oder Palmstöcke verwendet, die mit Weihwasser gesegnet und im Anschluss an eine Prozession zu Hause am Kruzifix befestigt werden. Mit der Prozession wird der Einzug Jesu in Jerusalem nachgespielt; die Fortsetzung ist auch heute noch die Darstellung des Kreuzweges. Die Zeitspanne zwischen Palmsonntag – dem Einzug in Jerusalem – und Karfreitag – der Kreuzigung – gehört in der römisch-katholischen Kirche zusammen; in der evangelischen Liturgie werden die Tage separat betrachtet.

Und zum Schluss noch etwas, das nur die Wenigsten kennen werden: Palmesel und Palmhase. Als Palmesel wird in vielen Gegenden das Familienmitglied bezeichnet, das am Palmsonntag als letztes morgens aufsteht; der Palmhase hingegen dient in einigen Gebieten Hessens als Vorgeschmack auf Ostern: Er bringt meist ein bis zwei gekochte braune Eier und eine kleine Nascherei, immer häufiger auch kleine Geldgeschenke.

Auch eine politisch-historische Geschichte bezieht sich auf Palmsonntag, genau genommen auf den Palmsonntag des Jahres 1919, dem 13. April. An diesem Tag putschte in München die Republikanische Schutztruppe, um die zuvor ausgerufene Münchner Räterepublik zu stürzen und die vom bayerischen Landtag eingesetzte Regierung unter Ministerpräsident Johannes Hoffmann wieder an die Spitze des Freistaats zu stellen. Der Palmsonntagputsch misslang, es gab 21 Todesopfer zu beklagen. Die Münchner Räterepublik konnte sich aber nur bis zum 2. Mai 1919 halten.

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Ihr Pax et Bonum-Verlag, Berlin.