Was auch immer Sie feiern: Kreuzigung und Auferstehung, Auszug aus Ägypten – oder einfach Frühling …

Foto: Pax et Bonum® - Matthias Gerschwitz

Frohe Feiertage wünscht  der Verlag Pax et Bonum.

Viele Menschen auf der Erde werden in den kommenden Tagen gedenken und feiern. Für Christen ist es der Tod Jesu am Kreuz und die Auferstehung, für Juden ist es der Auszug aus der ägyptischen Sklaverei – und wer sich keiner Religion zugehörig fühlt, für den ist es der Frühling … auch wenn das Wetter nicht so mitspielt, wie wir uns das gerne wünschen.

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Mit dem Wort »Ostern«, das dem hebräischen Wort »pessach« entspricht, wird oft die gesamte Zeitspanne von Gründonnerstag bis Ostermontag bezeichnet. Dabei beschränkt sich das Osterfest tatsächlich nur auf die letzten beiden dieser Tage. Doch bereits am Donnerstag zuvor beginnen die Vorbereitungen.

»Gründonnerstag« ist der fünfte Tag der Karwoche, die mit Palmsonntag begonnen hat. In manchen Gegenden heißt der Tag daher auch »Palmdonnerstag«. In der christlichen Liturgie ist Gründonnerstag der Tag des letzten Abendmahls. Am bekanntesten ist die Darstellung des Abendmahls im berühmten Gemälde von Leonardo da Vinci, das Viele in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan vermuten. Tatsächlich aber hängt es im Refektorium des mailändischen Klosters Santa Maria delle Grazie. Das Wandbild in Rom stammt vom nicht minder berühmten Maler Michelangelo. Das letzte Abendmahl ist ein wichtiger Teil der christlichen Geschichte, da kurz darauf Jesus von seinem Jünger Judas an die römischen Besatzer verraten wird.

»Karfreitag« leite sich vom althochdeutschen »kara« für Klage oder Trauer ab und ist der Tag der Kreuzigung Jesu. An diesem Tag wird auch die Prozession des Kreuzweges abgehalten; an verschiedenen Stationen gedenkt man dem Weg Jesu von der Verurteilung durch Pontius Pilatus über den Weg zum Kreuzigungsort Golgatha, dem Tode am Kreuz bis zur Bettung des Leichnams im Felsengrab. Der darauffolgende »Karsamstag« ist der Tag des Grabesruhe Jesu.

Zu Ostern feiern die Christen weltweit die Auferstehung Jesu von den Toten. Am »Ostersonntag« beginnt die österliche Freudenzeit, die fünfzig Tage andauert und vom Pfingstfest beschlossen wird. Neben Weihnachten und Pfingsten wird auch zu Ostern ein zweiter Feiertag begangen; am »Ostermontag« begegnet gemäß der biblischen Geschichte der auferstandene Jesus zweien seiner Jünger, die ihn aber zunächst nicht  erkennen.

Die einzigen Gemeinsamkeiten des christlichen Osterfestes mit dem jüdischen »Pessach« liegt in der Wortherkunft und der zeitlichen Nähe begründet. »Pessach« oder »Passah« erinnert an den Auszug der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei. Nachdem sich die Ägypter trotz der von Gott gesandten neun Plagen geweigert hatten, sie ziehen zu lassen, drohte als zehnte Plage die Tötung jedes erstgeborenen Kindes und Tieres. Die Israeliten sollten am Vorabend ein Jungtier schlachten und verzehren, und mit dem Blut ihre Türen markieren, damit der Todesengel sie von der Plage verschonen würde.

Der Auszug aus Ägypten, auch »Exodus« genannt, begründet das Selbstverständnis der Israeliten als Volk Gottes und ist damit ein zentraler Teil des jüdischen Glaubensbekenntnisses. Ob der Exodus tatsächlich stattgefunden hat, ist umstritten, da es keine historisch belegten Quellen gibt. Allerdings haben die Ägypter in der Tat Nomadenvölker aus dem räumlichen Umfeld unterjocht und zu Sklavenarbeiten herangezogen, so dass die Legende des Exodus’ durchaus auf historischen Ereignissen basieren kann. Die Exodus-Tradition prägt viele Überlieferungen jener biblischen Teile, die untrennbar zur jüdischen Religion gehören. Man findet in der Geschichte allerdings auch Gegenerzählungen und anderslautende Überlieferungen, z.B. durch griechische und römische Autoren der Antike. Auch eine Sure des Korans befasst sich mit dem Exodus.

Die Ursprünge des Osterfestes liegen im heidnischen Brauchtum. Schon lange vor der Christianisierung wurde der Frühling gefeiert. Der Hase, wie auch die Eier, sind Symbole der Fruchtbarkeit. Lange wurde behauptet, unsere germanischen Vorfahren haben eine Göttin »Ostara« angebetet, von der sich die Bezeichnung »Ostern« ableite – aber das darf getrost ins Reich der Märchen verwiesen werden. Und zwar zu recht, denn einer, der diese These vertrat, war Jakob Grimm, der uns mit seinem Bruder Wilhelm nicht nur das Deutsche Wörterbuch, sondern eben auch eine umfangreiche Sammlung von Märchen und Erzählungen hinterlassen hat.

Nichtsdestotrotz gibt es eine Menge von Osterbräuchen, zu denen natürlich das Färben von Hühnereiern gehört. In Bulgarien, Griechenland, Russland, Serbien und Schweden gibt es ausschließlich rote Ostereier als Symbol für das Blut Christi. In Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Rumänien werden Frauen von Männern mit Wasser besprengt und symbolisch mit geschmückten Zweigen geschlagen. Dies soll der Überlieferung nach die Gesundheit und Schönheit der betroffenen Frauen erhalten. In England lässt man Ostereier abschüssige Straßen herunterkullern und in New York wird traditionell die Osterparade auf der 5th Avenue abgehalten. Am Weißen Haus in Washington werden Eier gerollt, wobei jeder Teilnehmer ein vom Präsidenten und seiner Gattin signiertes Holzei erhält. Zumindest war das bis jetzt so.

Aus welchem Grunde Sie auch feiern mögen … der Pax et Bonum-Verlag wünscht Ihnen alles Gute. Vielleicht mögen Sie die Feiertage in Ruhe mit einem guten Buch verbringen? Schauen Sie um – auf unserer Website finden Sie eine reichhaltige Auswahl an Romanen, Krimis und Erzählungen. Und vieles mehr.
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Bis zum nächsten Mal!
Ihr Pax et Bonum-Verlag Berlin.